27. Oktober 2019

Repowering, Demontage und Recycling in der Windindustrie – eine nachhaltig lösbare Gemeinschaftsaufgabe

    (Husum/Hannover/Essen) Aufgrund des Wegfalls der EEG‐Vergütung nach 20 Jahren wird ein
    deutlich ansteigendes Rückbauvolumen von alten Windenergieanlagen in den kommenden
    Jahren erwartet. Allein für Deutschland lassen sich bis zum Jahr 2025 voraussichtlich 16.000 MW
    von derzeit rund 59.400 MW, also 25 % der installierten Windenergieleistung, beziffern.
    Verbunden mit diesem Rückbau sind sowohl organisatorische, logistische als auch technische
    Herausforderungen abzuarbeiten, die die Anlagen sowie auch die Windenergiestandorte
    betreffen. Im Sinne einer fortdauernden guten Partnerschaft zwischen Kommunen und
    Betreibern soll dies nachhaltig geschehen.

    Dies ist auch wichtig für die Akzeptanz der Windenergie vor Ort. Das ist immer dann der Fall, wenn
    alte Anlagen stillgelegt werden müssen oder im Rahmen eines Repowering‐Projektes ersetzt
    werden. Ein erfolgreicher und nachhaltiger Rückbau als natürliche Komponente der Lebensdauer
    einer Anlage sorgt für Transparenz, Verständnis und Zustimmung zur Windenergie vor Ort.
    Die beiden Branchenverbände RDRWind e.V. und VGB PowerTech e.V. haben auf der HUSUM
    Wind 2019 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen dieser Kooperation sollen
    wichtige Fragen des Rückbaumanagements zukünftig gemeinsam behandelt werden. Dazu sind
    Forschungsprojekte, ein koordiniertes Wissensmanagement, ggf. ein Gütesiegel zum nachhaltigen
    Rückbau sowie die Zusammenarbeit bei der Erstellung von Branchenstandards vorgesehen.
    Aktuell steht die DIN SPEC 4866 „Nachhaltige Demontage und Recycling von Windenergieanlagen“
    (DIN SPEC 4866) auf der Agenda. Diese wurde federführend von der RDRWind e.V. zusammen mit
    dem DIN initiiert. Die DIN SPEC 4866 wird jetzt mit technischer Unterstützung des VGB PowerTech
    e.V. in den nächsten Monaten fertiggestellt und steht dann im nächsten Jahr zur Verfügung.
    Martin Westbomke, 1. Vorsitzender des RDRWind e.V., auf der HUSUMWind dazu: „Wir freuen
    uns, mit dem VGB PowerTech für die wichtige Aufgabe von Rückbau, Recycling und weitere
    Nutzung der Windenergiestandorte einen kompetenten und international vernetzten Partner
    gefunden zu haben. Wir werden diesen Teil der Nachhaltigkeit der Windenergie zusammen
    demonstrieren und voranbringen.“

    Dr. Oliver Then, Geschäftsführer des VGB PowerTech e.V. unterstrich „Gemeinschaftliches Handeln
    ist für viele Aufgaben in der Technik die wesentliche Grundlage für effizientes Handeln. Mit dem
    RDRWind e.V. werden wir Akzente für die weitere Windenergienutzung und deren Ausbau setzen,
    um diesen Weg der Energieerzeugung national und international weiter auszubauen.“

    RDRWind e.V. verfolgt als Industrievereinigung für Repowering, Demontage und Recycling von
    Windenergieanlagen das Ziel, die Verbreitung neuer professioneller Anwendungen und nachhaltiger
    Prozesse, Standards und Normen bei Repowering, Rückbau, Demontage sowie Recycling in der
    Windbranche zu fördern. Der Verband repräsentiert derzeit 36 Mitglieder aus Windindustrie, Rückbau,
    Abfall‐ und Recyclingwirtschaft, Forschung und Entwicklung, Dienstleistung und Logistik. Der Verein hat
    seinen Sitz in Hannover. Die RDRWind e.V. ist aus dem Demontagenetzwerk der IPH Hannover 2016 –
    2018 hervorgegangen.

    VGB PowerTech e.V. ist der technische Fachverband für die Erzeugung und Speicherung von Strom und
    Wärme mit Sitz in Essen. Die 440 Mitglieder aus 34 Ländern repräsentieren eine Stromerzeugungsleistung
    von 301.000 MW. VGB bündelt Fachkompetenzen und Dienstleistungen auf den Gebieten Technik,
    Betrieb, Umweltschutz und Klimavorsorge sowie Betriebs‐ und Instandhaltungsmanagement für alle
    Arten der Stromerzeugung.

     

    Kontakte: RDRWind e.V.
    Annette Nüsslein
    Telefon: +49 157 54 85 94 37
    E‐Mail: nuesslein@rdrwind.de, vorstand@rdrwind.de, Web: www.rdrwind.de
    VGB PowerTech e.V.
    Dr.‐Ing. Thomas Eck – Leiter Kraftwerkstechnologien und Umwelttechnik
    Phone: +49 201 8128‐209, E‐Mail: thomas.eck@vgb.org, Web: www.vgb.org
    Dipl.‐Ing. Christopher Weßelmann – Presse und Information
    Phone: +49 201 8128‐300, E‐Mail: pr@vgb.org, Web: www.vgb.org

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