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Husum Wind reagiert auf schwierige Marktbedingungen

Die deutsche Windindustrie gehört eher zu den Sorgenkindern des Markts. Die Messe Husum Wind, die vom 10. bis 13. September stattfindet, bleibt laut Branche trotzdem nationale Leitmesse und rückt Post-EEG-Strategien in den Mittelpunkt. „Der Wind hat sich gedreht nach der Goldrausch-Ära, den Rekordjahren 2014 und 2016. Die Industrie, mit der die Messe groß geworden ist, […]

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Die deutsche Windindustrie gehört eher zu den Sorgenkindern des Markts. Die Messe Husum Wind, die vom 10. bis 13. September stattfindet, bleibt laut Branche trotzdem nationale Leitmesse und rückt Post-EEG-Strategien in den Mittelpunkt.

„Der Wind hat sich gedreht nach der Goldrausch-Ära, den Rekordjahren 2014 und 2016. Die Industrie, mit der die Messe groß geworden ist, geht neue Wege und stellt sich den veränderten Markt- und politischen Rahmenbedingungen. Verändert sich der Markt, müssen sich auch die Messen verändern. Sie müssen sich mit der Branche mitentwickeln, deren Bedürfnisse antizipieren, neue Impulse geben“, beschreibt Arne Petersen, Chef der Messe Husum Wind und Geschäftsführer des Veranstalters Husum & Congress, die derzeitige Marktlage in einem Interview mit der Zeitschrift Sonne, Wind & Wärme. Auf die Veränderungen hat die alle zwei Jahre stattfindende Messe bereits 2015 reagiert und sich auf den deutschen Markt fokussiert. In den geraden Jahren bildet die Messe Wind Energy in Hamburg als Weltleitmesse den globalen On- und Offshoremarkt ab. Mit dieser Lösung sind beide Messenzufrieden, so Petersen.

30 Jahre Messe Husum Wind

In diesem Jahr stellen vom 10. bis 13. September mehr als 500 Aussteller aus Deutschland und benachbarten EU-Ländern wieder ihre Produktneuheiten und Serviceleistungen vor. Rund 18.000 Besucher erwartet die Messegesellschaft zum 30-jährigen Jubiläum in der Küstenstadt Husum.

2015 sind nur etwa 15.000 Fachleute aus dem In- und Ausland zur Messe gereist, 2017 erforderte das Sturmtief Sebastian eine zeitweilige Hallenräumung.

Husum Wind bleibt nationale Leitmesse

Die Bedeutung der Messe bleibt für die Industrie sowie Branchenverbände weiterhin groß: „In unruhigen Zeiten war Husum wieder der Branchentreff. Trotz der problematischen Wirkungen des Ausschreibungssystems blicken wir nach vorn. Die gezeigten Innovationen unterstreichen: Die Branche stellt sich dem Markt und senkt weiter die Kosten. Dieser Markt muss als Plattform für alle Akteure fair und gerecht gestaltet werden“, bilanzierte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Wind Energie BWE, nach der letzten Messe.

Post-EEG-Strategien im Fokus der Messe

2019 stellt einen Wendepunkt für die nationale Leitmesse für Windenergie dar: Zum einen läuft 2020 die EEG-Förderung für die ersten Windkraftanlagen aus und zum anderen erwartet die Branche ab nächstem Jahr wieder eine bessere Marktsituation. Auf dem Event stehen daher der Austausch über aktuelle Trends und Lösungen für die Energiewende sowie die Diskussion politischer Rahmenbedingungen auf der Agenda. Schwerpunkte der diesjährigen Husum Wind sind Post-EEG-Lösungen wie Weiternutzung, Repowering oder Abbau und Recycling von Windkraftanlagen. „Weiter werden wir aber auch Themen wie Power-to-X und Speicher sowie Digitalisierung, Predictive Maintenance und Big Data verstärkt eine Plattform bieten. In der Modellregion werden bereits heute die Potenziale der Windkraft von morgen aufgezeigt. So fahren in Husum bald Busse mit regional erzeugtem Wasserstoff und es wird an weiteren alternativen Nutzungskonzepten geforscht“, führt Messechef Petersen aus.

Kongress und Jobmesse ergänzen Ausstellerprogramm

Wie in den Jahren zuvor können sich Besucher beim parallel stattfindenden Husum Wind Kongress in Foren, Workshops, Podiumsdiskussionen und Seminaren über aktuelle Themen informieren und mit Experten in den Dialog treten. Am letzten Messetag, dem 13. September, findet erneut die Jobmesse Windcareer statt. Hier erhalten Interessierte einen Überblick über potenzielle Arbeitgeber, offene Stellenangebote sowie Weiterbildungsmöglichkeiten. Abgerundet wird die Messe von einem breiten Rahmenprogramm, wie dem Windwanderer Festival am ersten Messetag, einem Lauf am Mittwoch sowie diversen Ausstellerempfängen. (nu)

Quelle: Industrieanzeiger